Amilal – „Das Leben“

… ist der Titel eines Projekts zur Unterstützung von Schulen in der Inneren Mongolei.

In der Inneren Mongolei begleiten Kinder in ihren ersten Lebensjahren die Eltern sehr intensiv: als Säuglinge werden sie in einem Tragetuch auf dem Rücken der Eltern getragen und erleben alles mit. Sie lernen durch das Beobachten was zum Leben in ihrer Umgebung dazugehört (das Vieh versorgen und hüten, Reiten, Kochen, usw.). Auf diese Art und Weise fangen sie ganz natürlich an, überall mitzuhelfen.
Als Urna ein Schulkind war, gab es „mobile Lehrer“, und alle Kinder einer Nachbarschaft trafen sich jeweils an verschiedenen Orten.
Heute werden die Kinder zwischen sechs und neun Jahren eingeschult und verbringen dann ihre gesamte Schulzeit in Internaten, meist weit weg von den Eltern. Viele sehen ihre Eltern nur in den Ferien.
Die Bewohner der Inneren Mongolei, die heute politisch zu China gehört, waren in früheren Zeiten Nomaden und Viehzüchter mit Kamelen, Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen. Nach der Trennung in eine Äußere und eine Innere Mongolei wurden sie sesshaft, die Bauern mussten ihr Land einzäunen, wodurch es kaum mehr möglich war, große Tiere wie Kamele, Rinder und Pferde zu halten. Dadurch verringerte sich das Einkommen der Viehzüchter stark. So gibt es heute viele Kinder und Jugendliche, die den Besuch ihrer Schule oder Universität abbrechen müssen, weil die Eltern die Schulgebühren nicht mehr aufbringen können. Letztendlich haben die Kinder nur die Wahl, in jungen Jahren in die Viehzucht zu gehen. Dies ist aber gar nicht erstrebenswert, da die ganze Branche langfristig schrumpfen wird. Weil gerade die Kinder der Viehzüchter ohne Unterstützung von Außen ihre Begabungen nicht entwickeln, ihre Träume und Wünsche nicht leben können, soll mit dem Projekt vor allem ihnen geholfen werden.
Gemeinsam mit dem Lehrerkollegium und dem Direktor der Ordos Mongul Schule wurden Schüler identifiziert, welche die Schule hätten abbrechen müssen. Zur Zeit werden ueber 30 Schüler gefördert, einige durch Zuschüsse zur Schulgebühr (Lehre, Bücher, Unterbringung), bei besonders bedürftigen Jugendlichen werden zusätzlich die täglichen Mahlzeiten finanziert. Urna reist regelmäßig in die Mongolei um die Verwendung der Spenden zu überwachen und weitere Härtefälle zu prüfen.

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